Mittwoch, 21. Februar 2018

OB-Barometer 2018 :Digitalisierung, Wohnen und Mobilität - wichtiger denn je für Kommunen

Seit 2015 stellt das Deutsche Institut für Urbanistik, kurz Difu, jährlich den (Ober-)Bürgermeister/innen großer deutscher Städte ab 50.000 Einwohner vier Kernfragen. Die vom Difu durchgeführte Befragung erfolgt in Abstimmung mit dem Deutschen Städtetag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund.

Ziel der jährlichen Befragung ist die frühzeitige Ermittlung der aus Sicht der Stadtoberhäupter aktuell und zukünftig wichtigsten Aufgaben und Herausforderungen für deutsche Städte und Gemeinden. Gefragt wird nach

  • den aktuell wichtigsten Aufgaben in der eigenen Stadt, 
  • den aktuellen Herausforderungen für Kommunen insgesamt, 
  • Themen, die in den nächsten fünf Jahren für die Kommunen an Bedeutung gewinnen werden 
  • Bereichen, in denen sich die Rahmenbedingungen für Kommunen ändern müssen
Die aktuellen Ergebnisse beruhen auf der Befragung der Oberbürgermeister/innen im Herbst 2017.


Integration/Zuwanderung


Wenig überraschend zeigt das Befragungsergebnis, dass die im Zusammenhang mit der Zuwanderung stehenden Aufgaben die Stadtspitzen größerer deutscher Städte auch in diesem Jahr nach wie vor sehr stark beschäftigen werden. Das Thema ist nach wie vor präsent, hat jedoch seine deutliche Vorrangstellung im Vergleich zu Vorgängerumfragen verloren.


Bezahlbarer Wohnraum

Vor allem für Städte aus dem Norden und Süden Deutschlands sowie für Großstädte ist es inzwischen eine ebenso dringliche Aufgabe bezahlbaren Wohnraum zu schaffen . Trotz insgesamt verbesserter öffentlicher Finanzlage bleiben außerdem für viele Städte Haushaltskonsolidierung sowie der Aus- und Umbau der Infrastruktur eine große Herausforderung.


Mobilität und Digitalisierung gewinnen an Bedeutung

Bei den Themen Verkehr und neue Mobilitätsformen sowie "Smart City" zeigen sich deutliche Verschiebungen. So gewinnen Mobilität und Digitalisierung aus Sicht der eigenen Stadt deutlich an Bedeutung. Die befragten Stadtspitzen nehmen diese Themen jetzt und auch künftig mit als größte Herausforderungen für deutsche Kommunen insgesamt wahr.





Unterstützung durch EU,Bund und Länder gefordert

Mit Blick auf die Ergebnisse verwundert es daher auch nicht, dass die Städte sowohl für die aktuell brennenden Themen als auch mit Blick auf die zukünftigen Handlungsfelder Unterstützung durch EU, Bund und Länder fordern mit dem vorrangigen Ziel, die kommunale Finanzlage zu verbessern und Hilfen zur Bewältigung der Integration von Flüchtlingen zu erlangen. Deutlich größerer Unterstützungsbedarf als noch in den Vorjahren wird außerdem bei der Verkehrspolitik, beim Aus- und Umbau der Infrastruktur, bei der Bildungspolitik und im Bereich Städtebau und Wohnen gesehen.


Was bedeutet das Thema für uns Bürger?


Jahr für Jahr schaffen es neue Themen auf die Liste der Top 10. Was bleibt ist die Feststellung, dass immer noch viel zu sehr themengetrieben, aktionistisch agiert wird, anstatt einer Strategie folgend. Auf diese Weise werden weiter wertvolle Ressourcen (Zeit, Geld vor allem aber das Engagement von Mitarbeitern und Bürgern) gnadenlos verbrannt. Unsere Welt ist mittlerweile so komplex, dass vernetztes Vorgehen und die Berücksichtung der Interdependencen einzelner Themenfelder zwingend erforderlich ist, wenn wir zu nachhaltigen Lösungen für unsere Probleme kommen wollen. Dazu bedarf es dringend eines anderen Umgangs mit Zahlen, Daten und Fakten sowie einer anderen Form der Zusammenarbeit.


Weitere Informationen zum OB-Barometer 2018:

Ergebnisse (pdf, 434 kB)
Ergänzende Informationen (pdf, 307 kB)
Die Pressemitteilung des difu


Quelle: Pressemeldung difu

Mittwoch, 17. Januar 2018

Demografiewerkstatt Kommunen: Wissen im Förderprojekt teilen

Mit diesem Titel startet der DemografieCircle zu seinem 10. Treffen. Dieses Mal sind wir zu Gast im Kreis Düren, der seit dem Sommer 2016 als eine von acht Kommunen am Modellprojekt „Demografiewerkstatt Kommunen“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend teilnimmt.

Demografiewerkstatt Kommunen: Wissen im Förderprojekt teilen



Als Gastgeberin und Demografiebeauftragte wird Elke Ricken-Melchert  in einem Erfahrungsbericht des Landkreises in das Bundesprojekt „Demografiewerkstatt Kommunen“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend einführen.

In den beiden anschließenden Workshop-Runden haben die Teilnehmenden  in den Programmpunkten „Wissen sichten“ und „Wissen sichern“ die Möglichkeit anschaulich "Werkzeuge" – damit sind Demografie relevante Projekte und Maßnahmen gemeint -  , im  lebendigem Austausch und unter der Mitwirkung des engagierten Teams aus dem Kreis Düren aus den folgenden Handlungsfeldern kennen zu lernen: 
  1. Fachkräfte
  2. Bildung 
  3. Gesellschaftliche Teilhabe 
  4. Mobilität & (Nah)Versorgung 
  5. Leben & Wohnen 


Wie in den bisherigen DemografieCirclen haben die Teilnehmenden wieder die Möglichkeit ihre eigenen Erfahrungen und "Werkzeuge" einzubringen. 

Zielgruppe: 
Demografiebeauftragte oder mit Demografie betraute Personen aus den kommunalen Verwaltungen der Landkreise Düren, Euskirchen, Heinsberg, Oberbergischer Kreis, Rheinisch-Bergischer-Kreis, Rhein-Erft-Kreis, Rhein-Sieg-Kreis, Siegburg, Solingen sowie der Stadt Bonn und der StädteRegion Aachen. 

Veranstalter:
CEBU - das Regional-Team des DEx in NRW

Auf Einladung von Elke Ricken-Melchert, Demografiebeauftragte des Kreises Düren wird der DemografieCircle dieses Mal in Düren zu Gast sein.

Melden Sie sich gerne bis zum 20. Februar 2018 unter anmeldung@demografiecircle.de an. Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Die Zusage erfolgt in der Reihenfolge der Anmeldungen. Bei Bedarf führen wir eine Warteliste.

Die Teilnahme ist für die definierte Zielgruppe wie gewohnt kostenfrei. 

Weitere Details finden Sie im Einladungsflyer zur Veranstaltung